Die besten Delay Effekte für Synthesizer
Ein gutes Delay kann in elektronischer Musik eine tragende Rolle spielen. Einerseits natürlich, um dem Signal mehr räumliche Tiefe zu verleihen. Andererseits sind mit Delays auch komplexe rhythmische Muster möglich, auf die man so nicht ohne weiteres gekommen wäre. Umso wichtiger ist es, sich in dem Dschungel an verfügbaren Alternativen zurecht zu finden. In diesem Artikel zeige ich zunächst, worauf man beim Kauf eines Delay-Pedals achten sollte und stelle im Anschluss dann die besten Delay Effekte für Synthesizer vor.
Delay Effekte für Synthesizer – Worauf sollte man beim Kauf achten?
Delay-Varianten: Retro vs. Digital
Ganz grob kann man Delays in zwei Richtungen einteilen: Zum einen gibt es die modernen HiFi-Delays, die ohne Artefakte das Eingangssignal verzögert wiederholt abspielen. Zum anderen bilden Retro-Delays, zu denen sogenannte BBD-Delays und Tape-Delays gehören, die erfrischend charaktervolle Gegenseite. Bei aktuell erhältlichen Delays kann man dem Klang glücklicherweise häufig noch mit Filtern, Bitcrushern oder EQs zu Leibe rücken, sodass selbst ein HiFi-Delay noch ordentlich Schmutz bekommt.
Ich bin sogar der Ansicht, dass es schwieriger ist, eine gute Retro-Emulation zu finden, als sauber klingende HiFi-Delays. Gerade bei hohen Feedbackwerten und manueller Änderung der Geschwindigkeit neigen die Originale dazu, herrlich zu eiern oder mit lebendiger Übersteuerung zu reagieren. Das war übrigens auch eines der Hauptkriterien für diese Bestenliste: Falls ein Delay in dieser Disziplin versagt, kommt es gar nicht erst in die engere Auswahl.
Analoge Komponenten
Hier stellt sich die Frage, wie wichtig dir ein echt analoger Aufbau ist. Viele Analogdelays sind mit einer sogenannten Eimerkettenschaltung ausgestattet. Dabei kommen ein hochfrequenter Clock-Generator für die Verzögerungszeit und nahezu immer noch ein Tiefpassfilter zum Einsatz, das die hochfrequenten Clocksignale wieder aus dem Audiokanal entfernt. Durch das Tiefpassfilter klingen diese Effektpedale oftmals etwas muffig, sorgen aber gleichzeitig für ein schönes Analogfeeling, wenn es in die Sättigung gefahren wird.
Der zweite populärer Vertreter dieser Gattung ist das Bandecho, bei dem das Audiosignal auf einem Tonband aufgenommen und im Loop wiedergegeben wird. Häufig fangen ältere Bänder irgendwann an leicht zu leiern oder verlieren an Höhen was einen Anteil an dem gefragten Retrocharme hat. Indem man bei laufendem Band die Delay-Rate ändert, wird das aufgenommene Signal langsamer oder schneller abgespielt. Dadurch ändert sich dann auch die Tonhöhe entsprechend, was zu den wunderbaren Dub-Delays führt.
Obwohl gerade Delay-Emulationen mittlerweile richtig gut sind, ist das Erlebnis eines laufend schnurrenden Bandes nur schwer zu reproduzieren. Da sich Tape-Delays aber sowohl auf dem Gebrauchtmarkt als auch neu gekauft oftmals außerhalb der Budgetgrenzen befinden, habe ich mich in dieser Liste nur auf gute digitale Kopien konzentriert. Wenn du diesen Sound unbedingt ohne Kompromisse haben möchtest, empfehle ich dir das Echo Fix Tape Echo. Das liegt allerdings auch schon über dem Preis, den man für ein gut erhaltenes Original-Tape-Echo zahlen muss. Dafür allerdings mit Garantie.
Echter Stereo-Signalweg
Hier muss man tatsächlich etwas aufpassen, denn viele der Delay-Pedale sind für Monosignale ausgelegt. Wir wollen aber einen Synthesizer daran anschließen und möglichst flexibel bleiben. Umso wichtiger ist es, dass Delay Effekte für Synthesizer einen echten Stereo-Signalweg, also zwei Eingangs- und zwei Ausgangskanäle haben.
Ausreichend Bedienelemente
Neben dem Klang und der Unabhängigkeit vom Rechner ist ein wesentlicher Grund für Hardware der direkte Zugriff. Deshalb sollte das Delay-Effektpedal auch eine gute Auswahl an Drehreglern, Tastern oder Fadern bereitstellen. Hierbei kommt es weniger auf die Anzahl insgesamt an. Vielmehr ist es wichtig, dass die wichtigsten Parameter ohne Menünavigation auskommen. Bei Delays sind das vor allem Verzögerungszeit, Feedback, Auswahl des Algorithmus und Effektanteil. Falls das Delay darüber hinaus ein Filter besitzt ist es gut, den Cutoff direkt einstellen zu können.
Speicherplätze
Falls du vorhast, das Delay live einzusetzen, sind Speicherplätze ein echter Segen. Während man im Studioalltag schnell mal alternativ auf PlugIns zurückgreifen kann, ist das Tourgepäck in der Regel möglichst kompakt gehalten. Umso praktischer ist es, wenn man an einem Effektpedal schnell mal zwischen verschiedenen Settings hin- und herschalten kann.
MIDI-Synchronisation
Wenn man vorhat, die Delay Effekte rhythmisch exakt auf den Beat zu setzen, bieten sich zwei Möglichkeit besonders gut an: Entweder man nutzt einen Taster um das Tempo nach Gehör per Hand einzutippen, oder man speist das Delay Pedal über MIDI mit einer Clock. Natürlich kann man das Tempo mit etwas Geduld auch nach Gehör anpassen. Falls man sich aber – etwa während einer hektischen Live-Performance – lieber auf andere Dinge konzentrieren möchte, ist es gut, wenn das Pedal einen MIDI-Input besitzt.
Damit kommen wir auch direkt zu den besten Delay Effekten für Synthesizer. Die Liste habe ich mit Fokus auf elektronische Musik wie Techno, Ambient oder Deep House erstellt. Und natürlich spielt bei solchen Bestenlisten der persönliche Geschmack immer auch mit rein. Wenn du also noch weitere Vorschläge hast, freue ich mich über Anregungen in der Kommentarsektion.
Die besten Delay Effekte für Synthesizer: Übersicht
Source Audio Nemesis – Der Preis-/Leistungstipp
Falls du auf der Suche nach einem echten Allrounder bist, solltest du dir das Source Audio Nemesis einmal genauer ansehen. Denn das unscheinbare Effektpedal bietet auf platzsparendem Raum 24 unterschiedliche Delay-Algorithmen. Die Palette reicht hier vom trashigen Lo-Fi-Delay, über eine Auswahl an BBD- und Tape-Delays bis hin zu edlen Stereo-Delays.
Zusätzlich bietet die Editor-App „Neuro Mobile“ die Möglichkeit, sich seine eigenen Delay-Kombinationen zusammenzustellen und in einem der 128 Speicherplätze abzulegen. Zwar lassen sich diese nur per MIDI-Befehl aufrufen, aber über die Oberfläche lassen sich immerhin acht Presets direkt abrufen.
Das Source Audio Nemesis findet seinen Platz im Studio ebenso wie in Live-Situationen. Dafür sorgt eine gute Auswahl an Drehreglern, über die man etwa Verzögerungszeit, Effektanteil oder Feedback einstellt. Zu einem Preis von rund 300 € bekommt man ein vielseitiges Stereo-Delay, das klanglich absolut überzeugt.
Delay-Modelle | 24 Algorithmen, umfassende Bearbeitung über Neuro App möglich |
Analoge Parts | – |
Stereo | ✓ |
Bedienelemente | 7 Drehregler, 2 Fußschalter (Bypass / Tap-Tempo), Taster zur Presetwahl, sowie ein Kippschalter für Subdivisions |
Speicherplätze | 128 per MIDI aufrufbar, 8 über das Gerät erreichbar |
MIDI-Sync | ✓ |
Strymon Volante – Das perfekte Retro-Delay für Synthesizer?
Strymon emuliert mit dem Volante den Sound klassischer Magnet-Delays und bietet dafür drei verschiedene Algorithmen. Während sich Studio und Tape auf die Nachbildung von Bandechos konzentrieren, hat sich der Modus „Drum“ der Nachbildung des legendären Binson Echorec Trommelechos spezialisiert. Jedes Modell färbt mal stärker, mal weniger den Klang. So oder so: Was am Ende rauskommt hat ordentlich Charakter und lässt Synthesizer-Sounds richtig aufleben.
Da die insgesamt vier emulierten Tonköpfe frei verschaltet, mit Filtern bearbeitet und separat im Panorama verteilt werden können, sind selbst komplexere Delays möglich. Daher sind auch groovigere Delay-Lines schnell umgesetzt.
Durch seine robuste Verarbeitung, echten Stereosignalweg und einem großartigen Klang ist das Strymon Volante das perfekte Retro Delay für Synthesizer. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass das Strymon Volante zusätzlich noch über eine gute Federhall-Emulation verfügt?
Delay-Modelle | 3 (Studio Tape Delay, Tape Delay und Trommel-Delay) |
Analoge Parts | – |
Stereo | ✓ |
Bedienelemente | 9 Regler, 2 Kippschalter, 3 Fußschalter und 8 Taster für die Tonkopfwahl |
Speicherplätze | 300 |
MIDI-Sync | ✓ |
Erica Synths Zen Delay – Perfekte Dub Delays
Das Zen Delay von Erica Synths mag nicht so flexibel sein wie die anderen Kandidaten dieser Liste. Was es macht, macht es jedoch richtig gut: Hervorragend klingende Dub- und Retro-Delays mit viel Charakter.
Das Zen Delay ist ein Hybrid aus digitaler Emulation von Delays und analogen Komponenten. Das Eingangssignal kann dabei mit Röhrensättigung ziemlich heiß angefahren werden. Zusätzlich verpasst ein analoges Multimode-Filter mit Hochpass, Bandpass und Tiefpass dem Sound eine ordentliche Portion Lebendigkeit. Besonders gelungen ist beim Zen Delay die Bedienung. Durch die großen Regler findet man sich auch in dunklen Live-Situationen nahezu blind zurecht.
Guter Sound und intuitive Bedienung – das Zen Delay macht von den hier vorgestellten Delay Effekten für Synthesizer sicherlich am meisten Spaß. Dafür fällt mit fast 600 € allerdings auch ein ziemlich sportlicher Anschaffungspreis an.
Delay-Modelle | 5 (Tape, Tape PingPong, Digital PingPong, Digital, Crossover) |
Analoge Parts | Multimodefilter (LP / BP / HP), Röhrensättigung |
Stereo | ✓ |
Bedienelemente | 9 Drehregler, Taster für Tap-Tempo und Bypass |
Speicherplätze | – |
MIDI-Sync | ✓ |
Zum Test Erica Synths Zen Delay.
UAFX Starlight Echo Station
Wer beim Sound keine Kompromisse eingehen möchte und mit wenigen, aber dafür gut klingenden Delay-Algorithmen zurechtkommt, sollte sich das Starlight Echo Station einmal ansehen.
Das Starlight Echo Station ist Tape-Delay, Analogdelay, sowie modernes HiFi-Delay in einem. Egal für welchen Algorithmus man sich entscheidet, es klingt eigentlich immer ausgezeichnet.
Zudem sind die Parameterwerte perfekt aufeinander abgestimmt, sodass man immer im Sweetspot bleibt. Von subtilen Delays, die Einzelsignale rhythmisch vorantreiben bis hin zum mächtigen Dub-Delay auf kompletten Dubtechno und Ambient-Tracks: Das Starlight Echostation überzeugt in einer Vielzahl von Anwendungen.
Delay-Modelle | 3 Algorithmen, ein weiterer steht nach Registrierung auf der UA-Seite bereit |
Analoge Parts | – |
Stereo | ✓ |
Bedienelemente | 6 Drehregler, 3 Kippschalter, 2 Fußschalter (Bypass / Tap-Tempo / Preset-Auswahl), |
Speicherplätze | 128 per MIDI aufrufbar, 8 über das Gerät erreichbar |
MIDI-Sync | – |
Hier geht es zum UAFX Starlight Echo Station Test.
GFI Specular Tempus
Zugegebenermaßen ist es etwas unfair, eine Kombination aus Delay und Reverb in diese Liste mit aufzunehmen. Zumal das GFI System Specular Tempus bereits einen Ehrenplatz im Artikel die besten Reverb-Pedale für Synthesizer bekam. Trotzdem darf das Specular Tempus auch in diesem Artikel nicht fehlen. Denn das Teil klingt einfach unfassbar gut.
Deutlich sichtbar ist das große LC-Display auf der Oberseite, das einerseits praktische Informationen liefert, andererseits aber auch zur Navigation hinab in tiefere Menüebenen dient. Und das ist gleichzeitig auch der einzige Wermutstropfen an diesem Pedal: Denn bei gerade mal vier Drehreglern sind die Möglichkeiten zur intuitiven Steuerung begrenzt. Zumal einer davon lediglich den Effektanteil bestimmt und ein weiterer frei zugewiesen wird. Wenn man die Zuweisung intelligent macht, ist das sicherlich ein guter Kompromiss. Aber ich bleibe dabei: In stressigen Live-Situationen ist es besser, fest zugewiesene Parameter pro Regler zu haben.
Andererseits hat man durch den Zugriff über das Menü zumindest die Wahl, auch ohne Editor-Software tief ins Sounddesign einzusteigen. Wenn man das nicht möchte, liefert GFI mit der SpecLab-Software einen kostenlosen Editor, mit dem eigene Effekt-Settings bequem über den Rechner programmiert werden. Insgesamt stehen dafür 32 Algorithmen und ebenso viele Speicherplätze zur Verfügung.
Delay-Modelle | 32 Algorithmen |
Analoge Parts | – |
Stereo | ✓ |
Bedienelemente | 4 Drehregler, 2 Fußschalter (Bypass / Preset), sowie 1 Taster zum Editieren über das LCD |
Speicherplätze | 32 Presets |
MIDI-Sync | ✓ |
Meris Polymoon – der Breitermacher
Als ich das erste Mal für einen Test das Polymoon in den Händen hielt, wirkte die Effektkombi aus Delay, Phaser und Flanger eher unscheinbar auf mich. Das änderte sich jedoch schlagartig in dem Moment, als ich das Signal aus dem Peak durch schickte: So ein hochaufgelöstes Stereobild hatte ich bis dahin noch in keinem Effektpedal gehört. Das Polymoon klingt einfach nur edel und verleiht jedem Audiosignal zusätzlich Glanz. Aber genug der Euphorie – gucken wir uns an, was das Pedal kann.
Zum einen sind da die beiden Effekte Phaser und Flanger. Beide lassen sich einzeln oder zusammen aktivieren und umfangreich durch LFOs steuern. Gerade Modulationseffektpedale haben oft den Nachteil, eher auf Gitarren hin optimiert zu sein und viele Synthsounds daher eher unangenehm näseln. Beim Polymoon hingegen klingen sie fast immer gut. Zum anderen handelt es sich beim Polymoon um ein Multi-Tap Delay.
Durch unterschiedliche Abstände zwischen den einzelnen Verzögerungen entstehen spannende Rhythmusmuster und bringen auf neue Ideen. Die Art des Rhythmus wird dabei mit einem der sechs Drehregler bestimmt.
Die Bedienung des Polymoon ist trotz der Möglichkeiten immer noch sehr intuitiv, zumal hier fast jeder Parameter seinen eigenen Regler hat. Nur bei der Auswahl der LFOs oder dem EQ des Delays muss man den Shift-Taster benutzen.
Delay-Modelle | 1 Delay plus Flanger und Phaser |
Analoge Parts | – |
Stereo | ✓ |
Bedienelemente | 6 Drehregler, 2 Fußschalter (Bypass, Tap), 2 Taster |
Speicherplätze | – |
MIDI-Sync | ✓ |
Electro Harmonix Deluxe Memory Boy – Analoge Unperfektheit
Sobald klassische Analogdelays gefragt sind, darf ein Effektpedal natürlich nicht fehlen: Die Memory Man bzw. Memory Boy Serie von Electro Harmonix. Das hier vorgestellte Delay Deluxe Memory Boy bietet als günstigere Alternative zu der Memory Man Reihe immer noch eine Menge guter Features für die Verwendung mit Synthesizern.
Zum einen kann man Dank des internen LFOs das Deluxe Memory Boy auch als Chorus, Flanger oder für Vibratos nutzen. Hierfür stehen sowohl die Schwingungsformen Dreieck als auch Rechteck zur Verfügung, die sich zudem frei überblenden lassen. Zum anderen reagiert das Pedal auch auf heißere Eingangssignale recht gnädig mit einer angenehmen Übersteuerung.
Sehr cool bei diesem Pedal ist übrigens, dass man über den Expression-Eingang auch Steuerspannung nutzen und frei zuweisen kann. Die Ziele werden dabei per Taster auf der Oberfläche bestimmt. Dadurch macht das EHX Memory Boy Pedal auch eine sehr gute Figur in Verbindung mit einem Modularsystem.
Delay-Modelle | Reines BBD-Delay |
Analoge Parts | ✓ |
Stereo | – |
Bedienelemente | 6 Drehregler, 2 Fußschalter (Tap / Bypass), sowie 2 Taster für Subdivision und Wahl des Modulationsziels über Expression-In |
Speicherplätze | – |
MIDI-Sync | – |
Der Budget-Tipp: TC Electronic Flashback
Kommen wir nun zu einer Empfehlung für schmalere Budgets. Das tc electronic Flashback II überzeugt sowohl durch eine gute Auswahl an Delay-Algorithmen also auch durch seinen runden Klang. Alleine diese zwei Argumente würden schon ausreichen, um sich das rund 110 Euro teure Pedal mal genau anzusehen.
Neben den acht Delay-Modellen stehen Musikern aber noch drei weitere Speicherplätze für eigene Delay-Kreationen zur Verfügung. Hierfür liefert tc electronic eine kostenlose Toneprint App mit, über die man sich eigene Delays zusammenbauen und anschließend in das Pedal laden kann.
Delay-Modelle | 8, mit kostenloser Toneprint-App weitere Varianten möglich |
Analoge Parts | – |
Stereo | ✓ |
Bedienelemente | Vier Regler plus Kippschalter für Subdivisions, Bypass-Fußschalter kann auch als Expression-Pedal verwendet werden |
Speicherplätze | 3 User-Speicher für eigene Delay-Kreationen |
MIDI-Sync | ✓ |
Meris LVX Modular Delay System
Am Ende dieser Liste möchte ich noch meinen persönlichen Favoriten hinzufügen. Das Meris LVX Modular System macht seinem Namen alle Ehre. Denn unter der schicken weißen Oberfläche steckt ein enorm flexibles Delay mit hochwertigem Sound.
Delay-Modelle | Etliche Delay-, Pitch-, Filter- und Sättigungsalgorithmen |
Analoge Parts | – |
Stereo | ✓ |
Bedienelemente | Sechs Regler plus Regler zur Presetauswahl, vier Fußschalter für die Looper-Steuerung, Bypass und Presetwahl |
Speicherplätze | 99 User-Speicher für eigene Delay-Kreationen |
MIDI-Sync | ✓ |
Fazit: Die besten Delay Effekte für Synthesizer
Dank der hohen Beliebtheit im Gitarrensektor gibt es hunderte mögliche Pedalkandidaten auf dem Markt. Unter der großen Auswahl findet sich zum Glück auch eine Reihe guter Delay Effekte für Synthesizer, die viele der genannten Anforderungen erfüllen. Die Preisspanne ist hierbei enorm und reicht von einmal Essen gehen bis hin zu einem Urlaub zu zweit. So bekommt man etwa mit dem tc flashback II ein echt günstiges Delay-Pedal, das zudem gut klingt und flexibel ist. Das wäre auch direkt mein Tipp, wenn das Budget etwas geringer ist.
Falls man etwas Geld zum investieren hat, wären meine Favoriten das Specular Tempus, Strymon Volante und Meris LVX Specular Tempus ist für die interessant, die auf der Suche nach einer hervorragend klingenden Delay-/Reverb-Kombination sind. Während sich das Strymon Volante an Fans des echten Retrosounds richtet und diese Disziplin auch ausgezeichnet beherrscht, bekommt man mit dem Meris LVX ein extrem gut klingendes Pedal mit flexiblen Möglichkeiten. Das LVX bringt jeden Synthesizer zum glänzen und sorgt für eine beeindruckende Stereobreite.
Preis-Leistungs-Sieger ist das Nemesis von Source Audio. Das Pedal bringt alles mit, was ein Delay Effekt für Synthesizer haben sollte. Klanglich muss man zwar minimale Abstriche gegenüber Spezialisten wie Volante oder Polymoon machen. Durch seine Vielseitigkeit sollte es dennoch in die engere Auswahl genommen werden.
Und noch ein Lesetipp am Ende: Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, solltest du dir unbedingt auch mal „die besten Reverb Pedale für Synthesizer“ ansehen. Suchst du eine Software-Empfehlung? Dann könnte der Artikel die besten Delay-PlugIns etwas für dich sein.
Sehr schöner Beitrag wobei für mich das Zen am interessantesten klingt. Preislich ist es ja normal das man für Qualität tiefer in die Tasche greifen muss, aber man kauft halt dann nur einmal und hat endlosen Spaß damit 😉
Danke dir! Das Zen Delay ist auf jeden Fall ganz weit vorne und was den Spaßfaktor betrifft, gebe ich dir absolut recht. Das Teil ist wahnsinnig inspirierend.