Die besten Synthesizer 2020

die besten Synthesizer 2020

Im Bereich der Hardware-Synthesizer ebbt der Boom nicht ab. Und so gibt es auch 2020 etliche spannende Neuankündigungen, von denen diese Liste die interessantesten Modelle vorstellt. Welche sind die besten Synthesizer 2020?

Die besten Synthesizer 2020 – Top 6

  1. Waldorf Iridium
  2. Dreadbox Typhon
  3. Korg Wavestate
  4. Behringer System 100
  5. Erica Synths DB-01
  6. Moog Subsequent 25

Waldorf Iridium – Das Synthesemonster

Waldorf hat mit dem Iridium ein echtes Schlachtschiff im Programm, das für Sounddesigner, Ambient-Performer und Technoproduzenten etliche Möglichkeiten bereithält. Als etwas abgespeckte Version des Quantum bietet der Iridium alle Syntheseformen des großen Bruders. Verzichten muss man hierbei nur auf die analogen Filter des Quantums und natürlich die Tastatur.

Wer das nicht vermisst oder schlicht nicht genug Platz im Studio hat, kann bedenkenlos zu der günstigeren kleineren Version greifen. Denn auch die digitalen Waldorf-Filter klingen ganz hervorragend.

Waldorf Iridium - einer der besten Synthesizer der letzten 20 Jahre
©Waldorf Iridium

Unter der Oberfläche des Iridiums stecken pro Oszillator fünf Synthesemodelle bereit, die sich miteinander kombinieren lassen:

  • Wavetable
  • Waveform (Virtuell analog)
  • Particle (Sampling und Granularsampling)
  • Resonator
  • Kernels

Während sich die anderen vier Syntheseformen selbst erklären, ist Kernel auf den ersten Blick nicht ganz so schnell begreifbar. Kernel verwandelt – vereinfacht gesagt – einen Oszillator in sechs Suboszillatoren, die sich wiederum per FM völlig frei miteinander verschalten lassen. Falls das nicht genug ist, kann man den Sound im Anschluss mit drei Filtern pro Stimme weiter formen. Entweder man macht das manuell über die vielen Bedienelemente auf der Oberfläche. Oder man nutzt dafür die Modulationsquellen wie LFOs, Hüllkurven etc. um das ganze zu automatisieren. Als ob das nicht genug wäre, bringen Arpeggiator und Sequencer zusätzlich Bewegung in die Performances.

Dreadbox Typhon – Analoges Herz und digitale Effekte

Ein weiteres Highlight 2020 ist der Typhon von Dreadbox. Anstatt wie viele Mitbewerber auf endlose Teaser-Orgien zu setzen, hat die griechische Boutique-Schmiede den Synth ganz souverän vorgestellt: nämlich in dem Moment als der Synth direkt lieferbar war. Der Fokus liegt hier auf „war“. Denn kaum wurde der kompakte Synth vorgestellt, war er nur wenige Tage später überall ausverkauft.

Diese Nachfrage überrascht nicht, schließlich überzeugt der Typhon durch einen hervorragenden Klang, intuitive Oberfläche und Speicherplätze. Und nicht nur das: Im Inneren des Monosynthesizers findet sich eine ausgezeichnete Effektsektion von Sinevibes. Der Preis eines Effektpedals mit dieser Qualität liegt in ähnlichen Regionen wie das, was der Dreadbox kostet. Nur dass man hier noch einen kompletten Synth dazu bekommt.

Wenngleich die Exemplare bei Lieferbarkeit direkt wieder ausverkauft sind, lohnt es sich zu warten oder gleich vorzubestellen. Denn der Dreadbox Typhon ist einfach richtig gut. Hier geht es zum Dreadbox Typhon Test

Korg Wavestate – Wiederkehr einer Legende

Mit dem Wavestate holt Korg einen Klassiker aus dem eigenen Portfolio in die Gegenwart. Der Wavestate ist ein recht komplex aufgebauter Synthesizer, der seine Klänge mit Wavesequenzen, Filtern und umfangreichen Modulationsquellen formt. Insofern eignet sich Wavestate besonders gut für bewegte Pads, Soundscapes und Leads.

Behringer System 100 – Modulare Retroflair für geringes Budget

Und noch eine Legende wird neu aufgelegt. Dieses Mal handelt es sich um das System 100 m von Roland. Dieses Modularsystem ist in etlichen Produktionen zu hören, sowohl Techno, als auch Ambient, IDM oder die vielen anderen Spielarten elektronischer Musik. Daher gehört auch der Nachbau, das Behringer System 100, in die Liste „die besten Synthesizer 2020“.

Zusätzlich ermöglich Behringer mit dem System 100 noch einen recht günstigen Einstieg in die modulare Synthese. Falls man immer schon mit dem Gedanken gespielt hat, sich ein Modularsystem zuzulegen, gibt es spätestens jetzt keine Hindernisse mehr. Denn das System ist nicht nur verhältnismäßig günstig, sondern klingt dabei auch richtig gut.

Hier geht es zum Test des Behringer System 100.

Erica Synths Bassline DB-01 – Die interessantere 303?

Der Bassline DB-01 von Erica Synths ist ideal für Live-Situation und Hardware-basierte Setups. Natürlich macht er auch im Studio eine gute Figur, wobei ich die Stärken dieses Synths eher im Bereich kreativer Performance sehe.

Zur Klangerzeugung findet man hier einen Oszillator mit Suboszillator, Rauschen, ein aggressives LP/BP-Filter, Overdrive, sowie LFO und Hüllkurve. Letztere kann frei wählbar auf Tonhöhe, Filter oder Lautstärke wirken. Ein Arpeggiator, sowie ein Step-Sequencer mit bis zu 64 Schritten runden die Ausstattung ab.

Wenn man sich die Spezifikationen ansieht, wird schnell klar, dass es sich hierbei nicht um einen bloßen 303-Clone handelt. Vielmehr ist der DB-01 ein flexibler Allrounder für Bässe, Leads und Percussion und damit ohne Frage einer der besten Synthesizer 2020.

Moog Subsequent 25 – Der Einstiegsmoog?

Moogs Subsequent 37 (Sub 37) hat sich nicht zuletzt dank des inflationären Einsatzes im Melodic Techno zu einem Standard für verträumte Leads und fette Bässe entwickelt. Der Synthesizer klingt hervorragend und liefert den typischen Moog-Sound, wenngleich dieser hier im Vergleich zu anderen Moog Synths noch etwas frischer, moderner daherkommt.

Der Subsequent 37 reißt mit rund 1600 € Anschaffungspreis aber auch ein ziemliches Loch ins Budget. Insofern stieß Moog auf eine Nische im eigenen Portfolio, als sie den Subsequent 25 vorstellten. Eine leicht abgespeckte Soundengine des Subsequent 37, etwas weniger Tasten, aber trotzdem essentielle Features wie Filtersättigung, Duophonie und den hervorragenden Klang. Und das Ganze dann für rund 40 % unter dem Preis des größeren Bruders.

Verzichten muss man hier vor allem auf den Sequencer/Arpeggiator des 37, ein paar Bedienelemente auf der Oberfläche und eine Oktave weniger bei der Klaviatur. Zusätzlich bietet der Subsequent 37 mehr Speicherplätze, falls das ein wichtiger Aspekt sein sollte. Wer auf all diese Features nicht verzichten möchte, der wird wohl mit dem Subsequent 37 glücklicher.

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